Neue Regeln bei Flickr

Neue Regeln bei Flickr

Flicker hat seine Geschäftsbedingungen in zwei Punkten geändert. Beide Änderungen betreffen im wesentlichen die kostenlosen Accounts:

  • NFSW – Content ist bei den kostenlosen Accounts nicht mehr zulässig.
  • Bei Kostenlosen Accounts können nur noch maximal 50 Bilder verborgen werden.

Einschränkungen beim NFSW – Content

Flickr fängt an und räumt auf. Bis zur Übernahme von Flickr durch SmugMug war die Plattform in Teilen verwildert. Einige nutzten sie, um ihre Pornosammlung zu veröffentlichen, alte Säcke meinten Bilder von ihrem Gehänge veröffentlichen zu müssen – ich will hier nicht alles aufschreiben, was mir so untergekommen ist. War nicht so schlimm wie auf Tumblr, aber immerhin vorhanden. Mangels ausreichender Moderation blieb waren Löschungen relativ selten. Für die Kennzeichnung besitzt Flickr mittlerweile ein dreistufiges System mit den Stufen

  • Save
  • Moderate
  • Restricted

Save umfasst alles Material, das keinerlei Merkmale beinhaltet, das von irgendeiner Seite als anstößig gewertet werden könnte. Als Moderate müssen Inhalte gekennzeichnet werden, bei denen teilweise Nacktheit, wie z. B. freie Brust vorliegt. Unter Restricted fällt alles was frontale Nacktheit und mehr beinhaltet. Grob gesagt Moderate entspricht FSK 16 und Restricted FSK 18 / ohne FSK. Die Stufen Moderate und Restricted sind bei kostenlosen Accounts nicht mehr zulässig, entsprechendes Bildmaterial kann von der Moderation gelöscht werden.

Ein weiterer Aspekt, der mir als juristischer Laie in den Sinn kommt, ist, dass durch die Zahlung des Beitrages die Identifikation des Users wahrscheinlicher ist als bei einem freien Account, wo sich die Ausweißpflicht sich auf das Vorhandensein einer Email-Adresse beschränkt. Ein Email-Account braucht nicht zwangsläufig nachverfolgbar zu sein. Es gibt Anbieter, bei denen man anonym derartige einrichten kann, es besteht aber auch über eine Kette von Accounts über das Ausland den Benutzer zu verbergen, ihn nicht identifizierbar zu machen. Das ist aber nur der Einfall eines juristischen Laien.

Beschränkungen der Anzahl verborgener Bilder

-Flickr bietet die Option, die Sichtbarkeit der Bilder einzuschränken. Die Optionen gehen von Öffentlich über Accounts die Folgen über speziell als Freund / Verwandter markierter Account bis hin zu einer reinen privaten Ansicht. Dieses Bietet dem Nutzer, die Verbreitung seiner Fotos einzuschränken. Bei den kostenlosen Accounts sind insgesamt 1000 Bilder einstellbar. Von diesen können mit der Änderung der Geschäftsbedingungen nun nur noch 50 in einem verborgenen Status versetzt werden. Begründet wird dieses mit dem Community – Gedanken, bei dem es im Kern um Fotosharing geht.

Fazit

Aus meiner Sicht zwei kleine Änderungen, die das Leben der User schwer macht, die die Verwilderung von Flickr vor der Übernahme durch SmugMug genutzt haben, kostenlos ihre Pimperbildchen unter die Leute zu bringen. Ich weiß nicht, wie viele aktive Accounts Flickr aktuell hat (lt. Quelltext 100 Millionen, ist aber nicht testiert), der mit weitem Abstand größte Teil dieser User will sich in Ruhe über Fotografie austauschen und braucht dafür eine Plattform, die sauber aber nicht viktorianisch Verkrampft ist.

Quelle

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