Am Ohrbergpark hängen einige meiner ältesten Erinnerungen: Familienausflüge. Mit dem Bus, der hatte vorne noch eine Nase, bis nach Hameln, dort auf einen der Schaufelraddampfer und ab bis zur Anlegestelle Ohrbergpark. Ist jetzt schon deutlich über ein halbes Jahrhundert her, die Erinnerung kommt aber immer wieder hoch. Der Ohrberg liegt südlich von Hameln an der Weser. Der Ohrberg gehört allerdings nicht mehr zu Hameln, liegt bereits in der Gemeinde Emmerthal. Es hanelt sich um ein eher kleinen Berg, mit seine Höhe von etwa 80 Meter über der Umgebung. Es reicht allerdings aus, die Flussrichtung der Weser von Ost auf Nord in Richtung Hameln abzuändern. Gegenüber dem Park liegt Tündern, der Ort liegt dadurch die Richtungsänderung in einem Weserbogen. Eine direkte Verbindung zwischen Ohr und Tündern gibt es nicht. Wer auf dem Weserradweg (Tündersche Seite der Weser) fährt und zum Ohrbergpark will, muss entweder über die Brücke in Emmerthal oder in Hameln auf die andere Weserseite kommen.

Aber zurück zum Ohrbergpark. Dieser befindet sich auf dem südlichen Teil des Berges. Größe etwa 45 Hektar. Der Park befindet sich in privater Hand und gehört zum Rittergut Ohr, damit im Besitz der Famile von Hake. Er ist allerdings frei zugänglich.

Der Park wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als Landschaftspark von Georg Adoph von Hake (1779-1840) im Stiel eines englischen Gartens angelegt. Die unter dem Park liegende Weser führt Wärme und Feuchtigkeit heran, was sich im Frühling positiv auf den Bewuchs auswirkt.


Wiese und Ohrberghaus

An der (gefühlt) höchsten Stelle des Parks befindet sich das Ohrberghaus. Gebaut wurde dieses Gebäude 1965 und ersetzte einen baufällig gewordenen Pavillion. Dieser war 1826 von Georg Adolph von Hake errichtet worden. Das Ohrberghaus war zunachst als Ausflugslokal genutzt, nach jahrelangen Leerstand befindet sich hier seit 2011 eine Yogaschule.

Unterhalb des Ohrberghauses befindet sich die zentrale Wiese.

Rhododendren- und Azaleenblüte

Bekannt ist der Park durch die zwischen Ostern und Pfingsten stattfindende Azaleen- und Rhododendrenblüte. Die intensive Farbe der Blüten, gepaart mit der großen Anzahl der Blüten lassen den Park beim richtigen Licht zu einem Farbenmeerwerden.

Die Blüten finden allerdings etwas Zeitversetzt statt, da die Azaleen etwas früher blühen als die Rhododendren.

Zwergenbaum

Gründerdenkmal

Der Park entstand ab 1817 durch Umwandlung aus einem Hutewald auf dem südlichen Teil des Ohrberges. Gründer war Georg Adolf von Hake (1779-1840). Ihm zu ehren wurde das Denkmal errichtet.

Zugegebener Weise: Man muss es suchen. Geht man auf der Seite zur Weser den Weg entlang (Richtung Hameln), führt irgendwann einmal ein Weg rechts ab, recht steil nach unten (Alpinistische Fähigkeiten sind allerdings nicht zwingend notwendig). Der Weg führt zu einer kleinen Ebene, auf der das Gründerdenkmal versteckt ist.

Steilwand

Die Steilwand entstand 1855 durch Sprengungen um Platz für eine Straße zwischen dem Ohrberg und der Weser zu Schaffen. Heute verläuft zwischen Weser und Ohrberg die B83. Die Wand musste in den letzten Jahren gesichert werden, herunterfallendes Gestein war auf die Bundesstraße gefallen.

Vom Park aus ist sie selbst nicht zu sehen, Besucher stehen darüber.

Der Herbst

Ich liebe den Herbst, die letzten warmen Tage des Jahres, die Farben gehen vom Grün des Sommers über zu den dunkleren Tönen des Herbstes.



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