Bewegung kann generell zu einem Problem in der Fotografie werden, verwackelte Kamera, sich bewegende Grashalme, Zweige oder Personen während während der Aufnahme. Sich bewegenden Objekt werden unscharf und verzerrt dargestellt – unschön bis hin zur Unbrauchbarkeit. Eine einfache Option, die Bewegung eines Objekts zu kompensieren ist es, ihm mit der Kamera zu folgen. Dieses führt dazu, das sich der Grund des Bildes unscharf und in der Bewegungsrichtung verzerrt darstellt. Die Aufnahmetechnik wird als Panning (Mit-/Nachziehen oder Verfolgen) genannt.


Belichtungszeit
Die Stärke des Effektes hängt von der der relativen Geschwindigkeit (Winkelgeschwindigkeit) des Motivs ab. Weit entfernte schnelle Objekte, z. B. fahrende Autos können durchaus eine geringere Winkelgeschwindigkeit haben als ein Fahrradfahrer nahe der Kamera. Entsprechend entscheidend ist die Belichtungszeit, ist sie zu kurz ist der Effekt nicht Sichtbar, ist sie zu lang überlagern Verwackelungen das Bild. Welche ideal ist, muss vor Ort anhand der Motive und der Lichtsituation ausprobiert werden. Als Hilfsmittel kann ein ND-Filter eingesetzt werden.
Je nach stärke des Effektes kann über das Panning eine Freistellung des Motivs erreicht werden.
Ursache
Panning ist ein Effekt, der nicht zur normalen Sehgewohnheit gehört und ausschließlich auf die Kamera beschränkt ist. Ursache liegt in der unterschiedlichen Funktionsweise von Auge und Kamera. Bei der optischen Wahrnehmung sehen wir eigentlich nicht direkt das, was von der Netzhaut geliefert wird. Das Auge hat nur einen sehr kleinen Bereich mit voller Auflösung. Es scannt mehr oder weniger die Umgebung ab und stellt die Signale in einem Zwischenspeicher ein, aus dem visuelle Eindrücke aufbereitet werden. Im Gegensatz hierzu wird in der Kamera der gesamte Sensor / Film gleichzeitig belichtet. Es fällt also auf jeden Punkt während der gesamten Belichtungszeit Licht.
Tangentiale / nicht tangentiale Motivbewegung
Bewegungen am Motiv
Bei technischen Objekten ist es meistens so, das außer der Hauptbewegung des Motivs kaum zusätzliche Bewegungen am Motiv stattfinden. Anders bei Lebewesen, einschl. Menschen. Hier bewegen sich bei der Fortbewegung zumindest die Beine. Aufgrund der langen Belichtungszeit tritt hier ebenfalls eine Bewegungsunschärfe auf.
Hilfsmittel und Einstellungen
- Autofocus im kontinuierlichen Modus, Schärfepriorität
- Stativ mit einem horizontal schwenkbaren Kopf.
- Bildstabilisator, sofern dieser für eine horizontale Kamerabewegung konfigurierbar ist
- Ein ND – Filter um die Belichtungszeit zu verlängern.